Jagdgebrauchshundeverein Würzburg u.U.e.V.

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Bericht zum Anschußseminar am 07.07.2012

Das war eine tolle Sache – JGV Würzburg organisierte ein gut besuchtes Anschussseminar

„Das war eine tolle Sache“ hörte man so manch gestandenen, fränkischen Jäger sagen, der an dem kürzlich vom JGV Würzburg organisierten Anschussseminar in Kist bei Würzburg teilnahm. Auf Einladung des rührigen Vereins war der deutschlandweit bekannte Nachsuchenspezialist Ulli Umbach aus der Eifel nach Unterfranken gekommen, um sein fundiertes Fachwissen an die interessierte Jägerschaft weiter zu vermitteln. Im Gasthaus „Zum Hirschen“ in Kist konnte der 1. Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Bau, eine stattliche Anzahl von 50-60 Jägern und Hundeführern begrüßen, die aus dem ganzen main- und tauberfränkischen Raum angereist waren. Sein besonderer Willkommensgruß galt dem befreundeten Ehrenpräsidenten des JGHV Christoph Frucht, der gleich anschließend eine engagierte Rede zur aktuellen Prüfungssituation im Fach Schweiß hielt. Danach begab sich die ganze Corona in den Guttenberger Forst, wo mit freundlicher Genehmigung der bayer. Staatsforstverwaltung unter der Leitung von Ulli Umbach und dem 2. Vorsitzenden des JGV Würzburg, Helmut Kredel, die Anschüsse realistisch an Reh und Sau zuvor hergestellt worden waren. In einzelnen Ringen konnte dann unter Einbindung und Mithilfe des Publikums der Seminarleiter den staunenden Jägerinnen und Jägern Pirschzeichen vermitteln und deren Konsequenzen für eventuelle Nachsuchen erklären. Das richtige Verhalten des Schützen nach dem Schuss nahm bei der Unterweisung einen breiten Raum ein. Umbach sprach sich sehr deutlich dafür aus, dass auch bei vermutlichen Fehlschüssen schon aus Gründen der Waidgerechtigkeit unbedingt mehr Kontrollsuchen im Jagdbetrieb erforderlich sind. Von entscheidender Bedeutung für die Nachsuchen ist allerdings der Sitz des Schusses, der von Kennern der Materie aufgrund der verschiedensten Pirschzeichen (Haare, Knochensplitter, Schweiß etc.) ziemlich genau lokalisiert werden kann. Umbach warnte davor, mit relativ ungeübten und unerfahrenen Hunden gleich nachzusuchen, wenn nicht sicher feststeht, dass es sich nur um eine sog. Todsuche handeln kann. Beeindruckend für alle Teilnehmer war das pädagogische Geschick, mit dem Umbach seine Zuschauer und Zuhörer für über zwei Stunden in den Bann zog. Nach der praktischen Unterweisung kehrten die Seminarteilnehmer in die Gaststätte zurück, um dort noch mit dem Lehrgangsleiter weiter zu diskutieren und die Problematik der Schweißarbeit zu vertiefen. Am Ende der gelungenen Veranstaltung sprach Wolfgang Bau nochmals der bayer. Staatsforstverwaltung seinen Dank aus und überreichte Ulli Umbach für seine eindrucksvolle und lehrreiche Veranstaltung eine fränkische, flüssige Wegzehrung in Form einiger Bocksbeutel. Nachdenklich und um viele Erfahrungen reicher traten anschließend die Kursteilnehmer den Rückwechsel an.
W. Bau 1. Vors.